Konzept Begegnungszentrum
|
A Vorbemerkung Die heutigen Lebensbedingungen stellen hohe Anforderungen an Eltern mit Kindern. Es ergeben sich drei Hauptprobleme: Isolation: Viele Mütter sind durch ihr 'Daheimsein' isoliert. Die grosse Umstellung vom beruflichen Betätigungsfeld zur Mutterrolle kann negative Auswirkungen auf die bestehenden Sozialkontakte haben. Alte Kontakte verlieren an Bedeutung und die Kontaktaufnahme mit Müttern, die in einer ähnlichen Lebenssituation stehen, ist oft nicht einfach. Überforderung: Die Kleinkindbetreuung stellt hohe Anforderungen an die emotionale Hingabefähigkeit der Eltern, insbesondere der Mütter. Sie fühlen sich durch die ständige Inanspruchnahme oft ausgebrannt und überfordert. Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sind meist nicht besonders kinderfreundlich und verlangen von Müttern sehr viel organisatorisches Geschick und viel Energie für die Bewältigung der vielfältigen Alltagsaufgaben. Verunsicherung: In Erziehungsfragen herrscht heute eine breite Verunsicherung. Die rezeptartigen Ratschläge von gestern sind einem vielfältigen Angebot an Erziehungstheorien gewichen. Der Druck, der auf den Eltern lastet, ist dementsprechend gross und lässt viele Eltern unsicher werden.
B Zentrales Ziel Das Begegnungszentrum leistet primäre psychosoziale Prävention im frühkindlichen Bereich. Dabei geht es uns um die Verhütung von ungünstigen Entwicklungsbedingungen, welche zu risikoreichen Einstellungen, Haltungen und Verhaltensweisen und schliesslich zu Störungen führen können. Auslösende Momente sind gesellschaftlich brisante Themen wie Sucht und Gewalt. Konkrete Prävention im frühkindlichen Bereich bedeutet eine bessere Unterstützung von jungen Müttern und Vätern in ihrer anspruchsvollen Aufgabe. Zusammen mit ihren Kindern sollen sie befähigt werden Gefahrenklippen in der Erziehung zu umschiffen. Unter Prävention versteht man alle medizinischen und sozialen Anstrengungen, die körperliche und geistige Gesundheit zu fördern und Krankheit und Unfälle sowie deren Folgen zu verhüten. (Definition der WHO) Dieses Anliegen fassen wir mit dem Begriff 'Früherfassen' zusammen. Früherfassung will sowohl auf das Verhalten von Eltern und Kindern, als auch auf die prägenden Verhältnisse einwirken. C Schritte zum Ziel 1. Der Verein richtet das Begegnungszentrum ein, als Ort des ungezwungenen Beisammenseins für alle. Jede Altersstufe soll sich da treffen und wohl fühlen können: Kinder, Jugendliche, Mütter, Väter, Grosseltern, Alleinstehende und Bekannte, unabhängig von Nationalität und Religionszugehörigkeit. 2. Für Eltern bietet der Verein in einem Kafistübli einen offenen Treff mit Spielraum an für die Kinder an. 3. Der Verein gestaltet und betreut einen Erlebnisspielplatz, wo Kinder ganzheitlich angesprochen und in ihrer Phantasie und Kreativität gefördert werden. 4. Im Begegnungszentrum werden Kontakte im Dorf geknüpft und Freundschaften geschlossen. Eltern organisieren sich zum Hüten ihrer Kinder. 5. Der Verein bietet Kurse, Informations- und Gesprächsabende zu Erziehungsfragen an, um Eltern sensibel zu machen für ihre Anliegen und die ihrer Kinder. 6. Das Begegnungszentrum stellt Räume für Kurse, Bastelgruppen oder Kinderpartys zur Verfügung. 7. Der Verein vertritt die Anliegen der Kinder und Familien gegenüber der Öffentlichkeit und den Behörden in Rothrist. 8. Feste und Anlässe speziell für Kinder und ihre Eltern werden geplant und durchgeführt. |